Mitgliedertreffen und Fortbildung in Bamberg
Wie gewohnt war die Tagung und das anspruchsvolle Begleitprogramm von unserem Vereinsvorsitzenden Harald Jung gut vorbereitet und detailliert geplant. Gleich mehrere thematische Stadtführungen in Bamberg und eine ganztägige Exkursion unter dem Motto „Ins Land der Franken fahren“ standen auf dem Programm.
Bereits am Donnerstag, 13.03. trafen die ersten Mitglieder in Bamberg ein, wo am frühen Abend in der gemütlichen Brauereiwirtschaft Spezial, ein erstes informelles Treffen bei fränkischen Spezialitäten und Rauchbier stattfand. In ruhiger Atmosphäre hatten die früher angereisten KollegInnen Gelegenheit zu zwanglosen Gesprächen, über Erfahrungen aus vergangenen Reisen und über die kommende Saison vor dem Hintergrund gravierender weltpolitischer Veränderungen.
Der späte Abend, wie auch der nächste Vormittag, standen zur freien Verfügung und wurden für erste Entdeckerspaziergänge in die wunderschöne Altstadt Bambergs genutzt. Das Stadtzentrum blieb im Zweiten Weltkrieg von Bombardierungen weitgehend verschont und bietet heute einen attraktiven Mix von Gebäuden aus dem 11. bis ins späte 19. Jahrhundert. Darunter der romanische Bamberger Dom, dessen Bau im 11. Jahrhundert begann, sowie das markante mit Fassadenmalereien geschmückte Alte Rathaus, das sich auf einer Insel in der Regnitz befindet. Bereits 1993 wurde der Stadtkern mit seinen über 2.400 denkmalgeschützten Häusern und mittelalterlichen Kirchen als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen.
Am Freitag trafen im Laufe des Vormittags weitere Tagungsteilnehmer ein, sodass wir mit der stattlichen Anzahl von 14 Teilnehmenden gegen 14h zu einer interessanten Stadtführung aufbrechen konnten. Unsere Stadtführerin Birgid Zoeke, studierte Architektin vom Team Abenteuer Bamberg, führte uns durch die Weltkulturerbestadt Bamberg. Dabei standen die Vergangenheit der Stadt als Gärtnerstadt, die Altstadt als denkmalgeschütztes Ensemble zwischen mittelalterlicher und barocker Baukunst sowie die legendäre Braukunst im Fokus der Rundgänge. Am Abend kehrten wir in der Brauereigaststätte Klosterbräu in der Altstadt Bambergs ein.
Am Samstag früh startete unsere Exkursion ins Frankenland mit einem Besuch in der Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein, das wir über kleine Nebenstraßen nach einer knappen Stunde erreichten. Der Wind blies uns mächtig um die Ohren, sodass wir auf ausführlichere Erklärungen im Außenbereich gerne verzichteten und uns im gemütlichen Reisebus über die Ursprünge und die Baugeschichte der Wallfahrtskirche informieren ließen. Nach der Grundsteinlegung im Jahre 1743 vergingen fast drei Jahrzehnte, bis der von Balthasar Neumann geplante Bau als `würdiger Schrein des Gnadenaltars` schließlich 1772 geweiht werden konnte.
Die Veste Coburg, die sich auf einem 167 Meter hohen Dolomitfelsen über der Stadt erhebt, ist die am besten erhaltene mittelalterliche Burganlage, deren Vorgängerbauten 1056 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Ihre Blüte erlebte die „Fränkische Krone“ als kursächsisches Schloss zu Beginn des 16. Jahrhunderts. 1530 hielt sich der unter Reichsacht stehende Reformator Martin Luther ein halbes Jahr lang hier auf. Der einstige Stammsitz der Herzöge von Sachsen-Coburg beherbergt heute international bedeutende Kunstsammlungen, die im Kern auf die herzoglichen Sammlungen zurückgehen.
Nach der Mittagspause im Brauhaus Coburg stand eine ausführliche Stadtführung in der Residenzstadt Coburg auf dem Programm. Mit fundierter Sachkenntnis zur Geschichte der Residenzstadt und zum Haus Sachsen Coburg begleitete uns wieder unsere Gästeführerin Brigid Zoelke durch die propere und reichste Stadt Deutschlands. Vor dem Rathaus war Markt mit vielen bunten Blumen-, Gemüse- und Feinkostständen. Klar, dass auch wir uns in die Schlange für die berühmte 31 Zentimeter lange Coburger Bratwurst stellten. Am Denkmal Herzog Alberts gab unser Verbandsvorsitzender Harald Jung, gebürtiger Coburger, noch einige Anekdoten aus seiner Jugendzeit in Coburg zum Besten
Zum gemeinsamen Abendessen trafen wir uns alle wieder in der beliebten, historischen Brauereigaststätte Schlenkarla, die bei unserer Ankunft schon bis auf den letzten Platz besetzt war. Das die Mitgliederversammlung begleitende Programm bot, neben den Fortbildungen, die Möglichkeit, sich im direkten Kontakt mit den KollegInnen auszutauschen und zu vernetzen.
Der Vorstandsvorsitzende dankte allen Teilnehmenden für das rege Interesse und die Bereitschaft zur Unterstützung des Berufsverbandes der StudienreiseleiterInnen.
Text und Fotos: Gabriele Sauer